Neue Betriebskostenspiegel
Hier können Sie sich den neuen Betriebskostenspiegel für Hessen (Stand 2022) herunterladen.
Hier können Sie sich den neuen Betriebskostenspiegel für Wiesbaden (Stand 2018) herunterladen.
Neuer BetriebskostenCheck von Deutschem Mieterbund und co2online
Vergleichswerte erfahren und Einsparpotentiale ausloten
Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat gemeinsam mit der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online ein unkompliziertes Online-Tool zur Erfassung und Auswertung der eigenen Betriebskosten entwickelt – den BetriebskostenCheck.
Hier können sowohl Mieter/innen als auch Wohnungseigentümer/innen schnell und einfach die Daten ihrer letzten Betriebskostenabrechnung eingeben. Der Check führt Schritt für Schritt durch die einzelnen Abrechnungspunkte, wie Kosten für Warm- und Kaltwasser, Heizung, Hauswart, Winterdienst, Grundsteuer, Schornsteinreinigung, Müll, Versicherungen etc. Kurze und leicht verständliche Informationen zu den einzelnen Kostenpositionen erleichtern die Eingabe.
Anschließend bewertet der BetriebskostenCheck die Betriebskosten des betreffenden Wohngebäudes und vergleicht die Daten mit dem bundesweiten Durchschnitt. Mieter/innen und Wohnungseigentümer/innen finden so Vergleichswerte zu ihrer Wohnung beziehungsweise zu ihrem Gebäude. Je nach Ergebnis bietet der BetriebskostenCheck zudem Informationen an, bei welchen verbrauchsabhängigen Kosten Einsparpotenziale vorhanden sind und wie Kosten gesenkt werden können.
Betriebskostenspiegel
Aktueller Betriebskostenspiegel 2024 für Deutschland
Anstieg um 10 Prozent auf 2,51 Euro pro m² monatlich
(dmb) Mieterinnen und Mieter mussten im Jahr 2023 in Deutschland durchschnittlich 2,51 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Damit stiegen die durchschnittlichen Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent, allein bei den Heiz- und Warmwasserkosten um 18 Prozent. Rechnet man alle denkbaren Betriebskosten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 3,15 Euro/qm/Monat betragen.
Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund heute auf Grundlage der bundesweiten Abrechnungsdaten des Jahres 2023 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Betriebskostenarten durchschnittlich 3.024,00 Euro für das Abrechnungsjahr 2023 aufgebracht werden.
Heizung und Warmwasser 2023
Die Kosten für Heizung und Warmwasser liegen im Abrechnungsjahr 2023 im Durchschnitt bei 1,26 Euro/qm/Monat, in der Spitze bei 2,15 Euro/qm/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem durch den energetischen Zustand der Wohnung und starke Preisunterschiede sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt. Die CO2-Kosten, die in den meisten Fällen überwiegend von den Mieterinnen und Mietern zu tragen sind, verteuern die fossile Energie zusätzlich.
„Die hohen Energiepreise und die nicht regulierten Preise für Fernwärme schlagen bei der diesjährigen Heizkostenabrechnung voll durch. Das zeigen eindrücklich unsere Zahlen: Mieterinnen und Mieter müssen im Vergleich zum Jahr 2022 allein für ihre Heiz- und Warmwasserkosten durchschnittlich rund 18 Prozent mehr zahlen. Die Nebenkosten insgesamt haben sich um rund 10 Prozent erhöht. Das ist fatal für alle Mieterinnen und Mieter. Denn nicht nur ihre Kaltmieten steigen von Jahr zu Jahr, auch die Nebenkosten klettern immer weiter in die Höhe und das sogar im zweistelligen Bereich. Es ist höchste Zeit, das zu ändern. Wir brauchen neben einer fairen Mietpreisregulierung auch endlich ein transparentes Nebenkostenrecht. Wir appellieren an den Gesetzgeber, hier endlich zu handeln“, fordert der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten.
Der jetzt veröffentlichte Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2023 ist der 16. Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund vorlegt. Dem neuen Betriebskostenspiegel liegen tausende von Betriebskostenabrechnungen aus ganz Deutschland zugrunde. Die Daten aus diesen Abrechnungen beziehen sich auf rund 8,6 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche, so dass eine umfassende und repräsentative Aussage zur Durchschnittshöhe von Betriebskosten in Deutschland möglich ist. Ziel des Betriebskostenspiegels ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die mehr als 21 Millionen Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Gleichzeitig soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnung nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern und Vermieter:innen Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren. Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können keine verbindlichen Überprüfungen der Abrechnungen oder der einzelnen Kostenhöhen durchgeführt werden. Abweichungen von den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels können aber für Mieter:innen oder den Rechtsberater:innen des Mietervereins Anlass sein, einzelne Kostenpositionen genauer zu überprüfen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Abrechnung Werte ausweist, die deutlich über den Daten des Betriebskostenspiegels liegen.