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16.01.19 - 17:06 Uhr

Vögel füttern erlaubt

Vögel füttern erlaubt

 

Vögel im Winter zu füttern, hat eine lange Tradition in Deutschland. Nach Auskunft von Eva-Maria Winckelmann, Geschäftsführerin beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V., haben Mieter grundsätzlich das Recht, auf der Außenfensterbank oder auf dem Balkon, zum Beispiel Futterglocken aufzuhängen und Vogelfutter auszustreuen.

Diesen tierischen Dienst kann der Vermieter nicht verbieten. Mit dem Füttern von Amseln, Rotkehlchen und Co. sollte allerdings gewartet werden, bis es Schnee und Frost gibt. Auch das Aufstellen eines Vogelhäuschens ist heute weitverbreitet und kann Mietern nicht verwehrt werden.

Vogelkot auf Balkon und Terrasse ist nicht zu vermeiden, somit kein vertragswidriger Zustand und berechtigt nicht zu einer Mietminderung. Das gilt auch dann, wenn Nachbarn die Vögel „anlocken“ durch Füttern und das Aufstellen von Wassergefäßen, entschied das Landgericht Berlin, Az.: 65 S 540/09.

Wie Winckelmann weiter berichtet, erklärten die Berliner Richter, dass das Füttern von Vögeln sozialadäquat und weitverbreitet sei. Es überschreite nicht die Grenzen des vertragsgemäßen Gebrauchs und sei daher erlaubt. Etwas anderes könne nur dann gelten, wenn es zu unverhältnismäßig starken Verschmutzungen komme oder zu gesundheitlich bedenklichen Folgen durch Verunreinigungen. Dies ist zum Beispiel denkbar, wenn Tauben gefüttert werden.

Rechtsberatung zu mietrechtlichen Fragen erhalten Mieterinnen und Mieter jederzeit beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V., Adelheidstraße 70, 65185 Wiesbaden, Tel.: 0611 7165470, info@mieterbund-wiesbaden.de