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27.12.18 - 09:38 Uhr

Betriebskosten

Mieter müssen nach Darstellung der Verbandsdirektorin des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V., Eva-Maria Winckelmann, spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums ihre Heizkosten bzw. ihre Betriebskostenabrechnung erhalten haben.

Liegt beispielsweise die Abrechnung für das Kalenderjahr 2017 nicht bis spätestens zum 31.12.2018 zur üblichen Postzustellungszeit im Mieterbriefkasten, kann der Vermieter keine Nachforderung mehr aus dieser Abrechnung ableiten. Verspätet ist die Abrechnung auch dann, wenn sie erst am Silvesterabend in den Mieterbriefkasten eingeworfen wird. Mit einer derart späten Zustellung muss nämlich niemand mehr rechnen. Hat der Vermieter die Abrechnung per Einschreiben mit Rückschein an den Mieter geschickt aber war der Mieter nicht zu Hause und konnte das Einschreiben daher nicht annehmen, gilt die Abrechnung grundsätzlich ebenfalls als verspätet.

Dagegen muss der Vermieter ein eventuelles Guthaben auch aus einer verfristeten Betriebskostenabrechnung an seine Mieter auszahlen. Selbst wenn der Vermieter den Stichtag verpasst hat, bleibt es nach Angaben Winckelmanns dabei, dass der Vermieter abrechnen muss. Notfalls können Mieter ihre Abrechnung sogar einklagen.

Nähere Auskünfte zu allen hiermit zusammenhängenden Fragen erteilen alle hessischen Mietervereine.