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04.12.18 - 17:24 Uhr

Mieterhöhungen begrenzen

In den Ballungsgebieten und hessischen Universitätsstädten steigen die Vergleichsmieten ständig weiter und bringen die Betroffenen oftmals an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit. Der 1. Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V., Gert Reeh, fordert daher das Land Hessen auf, seine Wohnungsgesellschaften und die Woh­nungsgesellschaften, an denen das Land beteiligt ist, anzuhalten, dass Mieterhöhungen für alle Haushalte mindestens für die nächsten fünf Jahre auf maximal ein Prozent pro Jahr be­grenzt werden. Das Gleiche gilt für die Kommunen. Auch diese werden durch den Mieterbund aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die sich in ihrem Besitz befindlichen Wohnungsgesell­schaften und Wohnungsgesellschaften, an denen sie beteiligt sind, zukünftig Mieterhöhungen für alle Haushalte mindestens für die nächsten fünf Jahre auf maximal ein Prozent pro Jahr zu begrenzen. „Diese Aktion wäre ein weiterer Schritt dazu sicherzustellen, dass das Vergleichsmietenniveau in Zukunft nicht weiter so schnell ansteigt wie bisher“. Zudem würden die Städte und Gemeinden auch davon profitieren, dass durch eine freiwillige Begrenzung de­ren Sozialetat finanziell nicht noch stärker belastet würde, als ohnehin schon. Das so etwas möglich ist, zeigen die freiwilligen Mietpreisbegrenzungen der landeseigenen Wohnungsgesellschaft „Nassauische Heimstätte“ und der Wohnungsgesellschaft der Stadt Frankfurt „ABG“, fordert Reeh.

„Land, Städten und Gemeinden würde es gut anstehen, auch eine solche Mietpreisbegrenzung umgehend einzuführen, denn damit könnten sie dokumentieren, dass sie sich für ihre Bürger einsetzen und mit gutem Beispiel vorangehen, damit die Mietenkurve nicht weiter so ansteigt wie bisher,“ so Reeh weiter. „Zudem würde sich ein solcher Schritt dämpfend auf die Mietspie­gel und das Vergleichsmietenniveau vor Ort auswirken.“ Darüber hinaus erhofft sich der Mieterbund, dass sich solchen Aktivitäten und guten Beispielen auch mehr private Vermieter anschließen und ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, die Allgemeinheit des Mieterbestands vor übermäßigen Mieterhöhungen zu schützen. „Davon würden dann alle profitieren, zumal hierdurch auch weitere Gentrifizierungsprozesse, wie sie insbesondere in den Großstädten und Universitätsstädten derzeit stattfinden, verlangsamt würden“, schließt Reeh.