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20.06.18 - 11:00 Uhr

GWH-Mietererhöhungen im Schelmengraben

Mieterbund fordert die sofortige Rücknahme

 

Der allergrößte Teil der Mietwohnungen im Wiesbadener Schelmengraben steht im Eigentum der Wohnungsgesellschaft GWH. Zum 01.07.2018 möchte die GWH die Mieten dort teilweise bis zu 15 % erhöhen. Gleichzeitig plant die GWH dort groß angelegte Nachverdichtungen vorzunehmen. Dadurch werden die Mieterinnen und Mieter im Schelmengraben in den nächsten Jahren mit erheblichen  Unannehmlichkeiten, Beeinträchtigungen und Belastungen, z. B. durch Lärm, Schmutz und im Hinblick auf die Parksituation zu tun haben. Die Bewohnerinnen und Bewohner dort werden massiv in ihrer Lebensqualität gestört werden.

Der Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. fordert die GWH daher in einem offenen Brief dazu auf, sofort alle Mieterhöhungsverlangen zurück zu nehmen und mindestens bis zum Abschluss der Arbeiten auf weitere Mieterhöhungen freiwillig zu verzichten.

„Zum derzeitigen Zeitpunkt halten wir die Mieterhöhungswelle der GWH für höchst problematisch“, so der 1. Vorsitzende Helmut Domann und die Geschäftsführerin Eva-Maria Winckelmann unisono. „Schließlich sollen in Kürze die Nachverdichtungsbauarbeiten beginnen. Auch wenn wir beim Mieterbund grundsätzlich eine moderate und sozialverträgliche Nachverdichtung begrüßen, so darf man das Wohl der Mieterinnen und Mieter im Schelmengraben nicht vernachlässigen“, so Domann weiter. Winckelmann hält es für äußerst unfair, noch schnell vor den demnächst beginnenden Bauarbeiten die Miete bis zum Maximum zu erhöhen, zumal dort viele Mietparteien bereits den größten Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden müssten. „Für die Akzeptanz der angedachten baulichen Veränderungen bei den dort schon wohnenden Mieterinnen und Mietern ist ein Festhalten an den Mieterhöhungsverlangen nicht förderlich und stößt auf breites Unverständnis.

Mit einer Rücknahme würde die GWH ein Zeichen setzen und den Menschen im Schelmengraben zeigen, dass sie die Sorgen und Nöte ernst nimmt“ schließt Winckelmann.